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Eingebettet im Iya-Tal der Präfektur Tokushima liegt Nagoro – auch bekannt als „Scarecrow Village“ (Vogelscheuchendorf) – ein Ort, in dem lebensgroße Puppen die menschlichen Bewohner zahlenmäßig deutlich übertreffen. Die örtliche Künstlerin Tsukimi Ayano begann damit, diese Puppen anzufertigen, um ehemalige Dorfbewohner zu repräsentieren, die weggezogen oder verstorben sind, und platzierte sie in verschiedenen Posen im ganzen Dorf: bei der Feldarbeit, beim Angeln am Fluss oder beim Unterricht in der inzwischen geschlossenen Schule. Diese eindrucksvolle Kunstinstallation dient sowohl als Hommage an die Vergangenheit als auch als kreative Antwort auf die Landflucht und verwandelt Nagoro in ein lebendiges Museum, das Besucher aus aller Welt anzieht.
Nagoro beherbergt über 350 lebensgroße Puppen, während die Einwohnerzahl bis 2019 auf etwa 27 gesunken ist.
Tsukimi Ayano kehrte Anfang der 2000er Jahre nach Nagoro zurück und begann, diese Puppen zur Erinnerung an ehemalige Dorfbewohner anzufertigen, die sie in lebensechten Posen in der gesamten Gemeinde platzierte.
Das Dorf hat sich zu einem einzigartigen Touristenziel entwickelt und zieht Besucher an, die von der Mischung aus Kunst und einem Kommentar zur Landflucht fasziniert sind.
Nagoro veranstaltet jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober ein Vogelscheuchen-Festival mit Veranstaltungen wie Fotowettbewerben und traditionellem Mochi-Werfen.
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