Nagoro

Das japanische Dorf, in dem es mehr Puppen als Einwohner gibt

Im abgelegenen Iya-Tal erwecken lebensgroße Vogelscheuchen eine schwindende Gemeinde wieder zum Leben.

Informationen über Besuchen Sie das unheimliche Vogelscheuchendorf.

Eingebettet im Iya-Tal der Präfektur Tokushima liegt Nagoro – auch bekannt als „Scarecrow Village“ (Vogelscheuchendorf) – ein Ort, in dem lebensgroße Puppen die menschlichen Bewohner zahlenmäßig deutlich übertreffen. Die örtliche Künstlerin Tsukimi Ayano begann damit, diese Puppen anzufertigen, um ehemalige Dorfbewohner zu repräsentieren, die weggezogen oder verstorben sind, und platzierte sie in verschiedenen Posen im ganzen Dorf: bei der Feldarbeit, beim Angeln am Fluss oder beim Unterricht in der inzwischen geschlossenen Schule. Diese eindrucksvolle Kunstinstallation dient sowohl als Hommage an die Vergangenheit als auch als kreative Antwort auf die Landflucht und verwandelt Nagoro in ein lebendiges Museum, das Besucher aus aller Welt anzieht.

Interessante Fakten über Besuchen Sie das unheimliche Vogelscheuchendorf.

Nagoro beherbergt über 350 lebensgroße Puppen, während die Einwohnerzahl bis 2019 auf etwa 27 gesunken ist.

Tsukimi Ayano kehrte Anfang der 2000er Jahre nach Nagoro zurück und begann, diese Puppen zur Erinnerung an ehemalige Dorfbewohner anzufertigen, die sie in lebensechten Posen in der gesamten Gemeinde platzierte.

Das Dorf hat sich zu einem einzigartigen Touristenziel entwickelt und zieht Besucher an, die von der Mischung aus Kunst und einem Kommentar zur Landflucht fasziniert sind.

Nagoro veranstaltet jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober ein Vogelscheuchen-Festival mit Veranstaltungen wie Fotowettbewerben und traditionellem Mochi-Werfen.

Bilder von Besuchen Sie das unheimliche Vogelscheuchendorf.

Nagoro
Scarecrow Village

Highlights In der Nähe von Besuchen Sie das unheimliche Vogelscheuchendorf.

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Das verborgene Iya-Tal

Tief verborgen im gebirgigen Herzen der Präfektur Tokushima auf der Insel Shikoku ist das Iya-Tal berühmt als eine der „drei verborgenen Regionen“ Japans. Dieses abgelegene Gebiet zeichnet sich durch seine dramatischen, steil abfallenden Schluchten, kristallklare smaragdgrüne Gewässer und ein Gefühl der Abgeschiedenheit aus, das seinen uralten Charme über Jahrhunderte hinweg bewahrt hat.

Die bekanntesten Wahrzeichen des Tals sind die Kazurabashi (Lianenbrücken). Historisch überspannten 13 dieser Brücken das Tal, von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die größte und berühmteste, die Iya-no-Kazurabashi, erstreckt sich 45 Meter über den Iya-Fluss und hängt 14 Meter über dem Wasser. Aus Tonnen von Berglianen (Actinidia arguta) gefertigt, bietet die Brücke ein aufregendes Erlebnis: Sie schwingt sanft bei jedem Schritt, und die weiten Abstände zwischen den Holzplanken geben den Blick auf den rauschenden Fluss weit unten frei.

Die Geschichte des Tals ist untrennbar mit dem Heike-Clan verbunden. Nach ihrer Niederlage im Genpei-Krieg im 12. Jahrhundert flohen die überlebenden Samurai in dieses unzugängliche Tal, um sich vor ihren Verfolgern zu verstecken. Heute ist das Iya-Tal ein Refugium für Reisende, die das „authentische Japan“ suchen. Abseits der Brücken können Besucher traditionelle Bauernhäuser mit Strohdach erkunden, in abgelegenen Onsen-Bädern mit Blick auf die Schlucht entspannen und die raue Schönheit der Stromschnellen von Oboke und Koboke genießen.

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